13 Schiessanlagen im Kanton Solothurn saniert

10.06.2021

Der Kanton Solothurn lässt sämtliche sanierungsbedürftige Schiessanlagen in Regionen gebündelt sanieren. Damit sollen Synergien genutzt und Kosten gespart werden.

Die Sanierung von Schiessanlagen ist notwendig, weil der Boden im und um den Kugelfang stark mit Blei und Antimon belastet ist. Die aus den Geschossen stammenden Elemente Blei und Antimon sind ab einer gewissen Konzentration gesundheitsschädigend für Tiere und Menschen. Bei der Sanierung wird das belastete Boden- und Untergrundmaterial mit Bagger ausgehoben und entsprechend dem Belastungsgrad einer Deponie oder Bodenwaschanlage zugeführt.

Für die Sanierung der dreizehn Schiessanlagen in der Pilotregion Wasseramt beauftragte der Kanton Solothurn ein Generalunternehmen für die Baumeisterarbeiten und die Entsorgung. Die Prona AG erarbeitete die Sanierungs- und Entsorgungskonzepte und begleitete die Sanierungsarbeiten. Dabei ging es darum, die unterschiedlich stark kontaminierten Bereiche im Kugelfang getrennt auszuheben, zu beproben und je nach Blei- resp. Antimongehalt die abfallrechtlich korrekten Entsorgungswege oder Verwertungsarten zu bestimmen. Der belastete Untergrund wurde bis zum Erreichen des Sanierungszielwertes von 200 mg Blei pro Kilo Boden abgetragen. Nach der Sanierung musste der Boden ­– und bei in Betrieb stehenden Anlagen der Kugelfang – wiederaufgebaut werden.

Bei den sanierten Schiessanlagen handelte es sich sowohl um 300 m- als auch um Kurzdistanzanlagen (25 m oder 50 m). Darunter waren Anlagen, die noch in Betrieb sind und solche, die stillgelegt waren. Technische Herausforderungen waren zu meistern insbesondere bei der Logistik und Koordination zwischen den einzelnen Baustellen oder bei anlagenspezifischen Besonderheiten wie zum Beispiel Stützmauern im Kugelfang.

Grundsätzlich beteiligt sich der Bund mit dem VASA-Fonds an den Sanierungskosten. Die Beiträge des Kantons sind pro Kanton unterschiedlich geregelt. Informationen zu der Sanierung von Schiessanlagen im Kanton Bern finden Sie im Link anbei. Oder rufen Sie uns an bei Fragen.

Steht auch bei Ihnen die Sanierung einer Schiessanlage vor der Tür? In allen Belangen rund um die Untersuchung oder Sanierung von Schiessanlagen sind wir Expertinnen und Experten und beraten sie gerne bei Ihrem Vorhaben.

Ihre Ansprechperson für alle Altlastenfragen: Bernhard Sommer b.sommer@prona.ch oder +41 32 328 88 52

Sanierung einer in Betrieb stehenden Kurzdistanz-Schiessanlage (Quelle: Prona AG)
Sanierung einer stillgelegten 300 m-Schiessanlage. Das Fundament der später gebauten Mobilfunkanlage musste bei der Sanierung geschont werden (Quelle: Prona AG)
Für die Baustellenzufahrt wurden wo erforderlich zum Schutz des Bodens Baupisten ausgelegt, teils mit Baggermatratzen aus Holz, teils mit einer Kieskofferschicht (Quelle: Prona GA).
Der abgetragene Boden und Untergrund wurde beprobt und in Haufen zwischengelagert bis zum Vorliegen der Laborergebnisse. Mit den so bestimmten Blei- und Antimon-Gehalten konnte der Entsorgungsweg definiert werden (Quelle: Prona AG)
Die Aushubsohle nachdem der Untergrund bis zum Sanierungsziel abgetragen wurde. Diese Flächen wurden beprobt und für den Nachweis des Sanierungszielwert von 200 mg/kg für Blei wurden die Proben dem Labor zur Analyse übergeben (Quelle: Prona AG)
Der nach der Sanierung wieder aufgebaute Kugelfangwall einer 300 m-Schiessanlage (Quelle: Prona AG)
Geschäftsbereiche 
Gebäude und Siedlung
Industrie und Gewerbe
Infrastruktur und Mobilität
Fachbereiche