Umweltbaubegleitung bei Instandsetzung Wehrbrücke Port

04.11.2020

Ausgangslage

Die bestehende Brücke führt die Kantonsstrasse über den Nidau-Büren-Kanal. Sie wurde in den Jahren 1938 gebaut. Neben der Sanierung ist eine Verbreiterung für einen Fussgänger- und Veloweg vorgesehen. Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb des Kraftwerkes bzw. der Schleusen und finden unter Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der Kantonsstrasse und des Langsamverkehrs statt. Dabei gilt es unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen: von den Bauarbeiten betroffen sind die Müve Seeland AG, die BKW, die Schleusen der Bielersee Schifffahrtgesellschaft und der kynologische Verein.

Umweltbaubegleitung

Die Spezialisten der Prona AG begleiten die Bauarbeiten in allen Fragen des Umweltschutzes. In dieser Tätigkeit beraten wir die Bauherrschaft bei der Realisierung einer umweltverträglichen Bauweise ihrer Projekte. Dies erreichen wir durch eine ziel- und termingerichtete Planung von geeigneten Massnahmen, sodass diese kosteneffizient durch den Unternehmer umgesetzt werden können.

Schutzmassnahmen während der Bauphase

Direkt durch den Baustellenverkehr betroffen ist vor allem das Schutzgut Boden. Um diesen vor Verdichtung durch die Baumaschinen zu schützen, werden Baustrassen aus einer Kies-Kofferschicht auf einem tragenden Geotextil angelegt. Dadurch wird der Einsatz der Maschinen für den Materialumschlag gewährleistet.

Die temporäre Umleitung des Langsamverkehrs führt entlang einer Baumreihe mit Stiel-Eichen. Um die empfindlichen Wurzeln der Bäume zu schützen, wird auch dort eine Kieskofferung auf einem Geotextil ausgelegt.

Unsere Umweltberatung umfasst zudem die Materialbewirtschaftung und das Entsorgen von Abfällen sowie den Gewässerschutz des Nidau-Büren-Kanals durch Massnahmen bei der Baustellenentwässerung.

Massnahmen nach der Bauphase

Durch die Bauarbeiten und Verbreiterung der Kantonsstrasse gehen Teile wichtiger Lebensräume verloren. Der Erhalt dieser Lebensräume ist für das Überleben von Pflanzen und Tieren notwendig; beanspruchte Flächen müssen mit Ersatzmassnahmen kompensiert werden. Um dafür geeignete Massnahmen nach der Bauphase zu planen, haben wir vor Baubeginn den Zustand der Böden und Naturräume aufgenommen. Mit Hilfe der Ökobilanz haben wir die nötige Qualität der Kompensationsmassnahmen eruiert. Nach Bauabschluss werden beanspruchte Wiesen sowie gerodete Gebüsche wiederangelegt und neue Strukturen in bestehende Lebensräume eingebaut.

Wir führen unsere Aufträge mit einem breit gefächerten Team aus Umwelt-Spezialisten aus und können so Wissen aus verschiedenen Fachbereichen anbieten. Profitieren Sie für Ihre Herausforderungen von unseren vielfältigen Ressourcen. Durch unser Qualitätsmanagement arbeiten wir fachlich einwandfrei, termingerecht und kostenbewusst.

Kontaktieren Sie uns für Ihr Projekt. Wir unterstützen Sie als Auftraggeber optimal, massgeschneidert und individuell.

Durch die Verbreiterung der Brücke wird ein Teil der Grünfläche nach dem Widerlager asphaltiert. Um diese Eingriffe in die Natur zu kompensieren, erarbeiten unsere Spezialisten ein Naturkonzept mit Ersatzmassnahmen. (Bildquelle: Tiefbauamt des Kanton Bern
Mit einem Geotextil und einer Kieskofferung wird der Bodenverdichtung vorgebeugt.
Zum Schutz der empfindlichen Wurzeln der Bäume, wird die Umleitung des Fussgänger- und Velowegs mit einem Geotextil und Kieskoffer bedeckt.
Für die Flächen der Bauinstallationsplätze und die Umleitung des Fussgänger- und Velowegs wurden mehrere Gebüsche gerodet. Die Ersatzmassnahmen für diese Eingriffe in natürliche Lebensräume werden in das Naturkonzept integriert.
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