Umweltverträglichkeitsprüfung im Rahmen der Strategie Zukunft Bahnhof Bern

20.05.2021

Kredit angenommen – nun folgen weitere Vorprüfungen
Das Projekt im Zusammenhang mit der übergeordneten Strategie Zukunft Bahnhof Bern (ZBB) rückt mit dem ersten Abstimmungserfolg näher an die Realisierung. Die Unterlagen werden nun zur zweiten Vorprüfung bei den Behörden eingereicht, ehe sie öffentlich aufgelegt werden. Durch die Erweiterungen des Bahnhofs Bern werden die Personenströme zunehmen und die Anforderungen an angrenzende Strassen und Plätze ändern sich. Mit dem Ziel, das Angebot des öffentlichen Verkehrs (ÖV) zu optimieren und das Platzangebot für Fuss- und Veloverkehr zu erweitern, sind geeignete Verkehrsmassnahmen im Umfeld des Bahnhofs Bern zu planen und umzusetzen.

Die Einwirkungen des Projektes auf die Umwelt
Gemäss der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPV) ist das Projekt aufgrund der Kosten von mehr als 40 Mio. CHF UVP-pflichtig, das heisst, eine Umweltverträglichkeitsprüfung muss durchgeführt werden. Die Prona AG verfasste den Umweltverträglichkeitsbericht, welcher die Einwirkungen der Verkehrsmassnahmen auf die verschiedenen Umweltbereiche bewertet und allfällige Schutz- oder Ersatzmassnahmen definiert. Beim Projekt ZBB bilden insbesondere die Umweltbereiche Lärmschutz, Kulturdenkmäler, archäologische Stätten sowie die vorhandenen Bäume die Schwerpunkte der Abklärungen.

Die Auswirkungen der neuen Verkehrsmassnahmen auf die Lärmbelastung
Im Zusammenhang mit dem Projekt sind verschiedene Verkehrsmassnahmen geplant, die für Autofahrende einen Anreiz schaffen sollen, die Reise zu Fuss, per Velo oder mit dem öV zu bevorzugen. Teilweise werden diese Massnahmen auch Verkehrsumlagerungen zur Folge haben. Wie die Lärmberechnungen nachgewiesen haben, führen diese Verkehrsumlagerungen auf Basis des Gesamtverkehrsmodells generell zu einer Lärmabnahme – nur an vereinzelten Gebäuden kommt es aufgrund der Umlagerungen zu wahrnehmbaren Lärmzunahmen.

Historisch bedeutungsvolle Berner Altstadt
Die Berner Altstadt ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Zusätzlich befinden sich im Projektperimeter schützenswerte Denkmäler und Bauten. Ein prominentes Beispiel ist das Bubenberg-Denkmal, welches im Zuge des Bauvorhabens in die Mitte des Hirschengrabens verschoben wird. Archäologische Funde sind bei Bauarbeiten am Bollwerk und im Hirschengraben nicht ausgeschlossen. Daher werden die Aushubarbeiten durch den Archäologischen Dienst begleitet. Generell fand die Planung des Projekts ZBB sowie die Abklärung zur Umweltverträglichkeit in Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz sowie mit dem Archäologischen Dienst statt.
Weiterführende Informationen zum Projekt Zukunft Bahnhof Bern finden Sie auf der Projekt-Webseite (siehe Link anbei).

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Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Ansprechperson Umweltverträglichkeit und Umweltbaubegleitung: Simon Bohnenblust

Übersicht Bauvorhaben ZBB. Die unterschiedlichen Farben grenzen die jeweiligen Bausteine ab. Rot sind die Anpassungen der Knoten und Lichtsignale eingezeichnet. (Copyright: CR Kommunikation AG, im Auftrag des TAB)
Visualisierung Zugang Hirschengraben mit dem versetzten Bubenberg-Denkmal (Copyright: Aebi Vincent Architekten, im Auftrag des TAB).
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Infrastruktur und Mobilität